Arbeitswelten, New World of work

Home Office Tip: Teile und herrsche

Bei den wissenschaftlichen Untersuchungsreihen stoßen wir immer auf eine zentrale Aussage im Zusammenhang mit mobil-flexiblen Arbeitsweisen und virtuellen Teams: “Der elektronische Kalender ist der Dreh- und Angelpunkt. Ohne ihn geht gar nichts”.

Diese Aussage ist auch erklärlich. Denn wenn man sich im Büro nicht mehr 100% in die Augen sieht und Dinge spontan auf Sicht abklären kann, dann ist der elektronische Kalender ein kritischer Erfolgsfaktor, der Kommunikation und Zusammenarbeit in virtuellen Arbeitsumgebungen zum Laufen bringt. Er ist quasi das Schmiermittel im Getriebe.

Darum der erste Tip: Home Office und sonstige Formen des mobilen Arbeitens setzt voraus, dass alle teilen, und zwar ihren Kalender. D.h. es sollte möglich sein, dass alle in alle Kalender gegenseitig hineinschauen können. Ist das ggf. ein Kulturschock? Sicher in einigen Unternehmen. Doch andererseits ist die Frage berechtigt: Passt die Unternehmenskultur noch, wenn diese Form der Transparenz einen Schock für die Organisation darstellen würde? Das ist ein guter Lackmustest und Indikator dafür, dass womöglich ein nächster Entwicklungsschritt überfällig ist.

Vor diesem Schritt gibt es ganz realistisch noch einen Punkt, den es davor zu erledigt gilt. Und zwar stellt sich die Frage: Führen überhaupt alle MitarbeiterInnen und ManagerInnen einen elektronischen Kalender? Zumindest in den indirekten Bereichen. Also die WissenarbeiterInnen im Unternehmen. Wenn diese Frage mit “Nein” beantwortet werden muss, dann wäre es wichtig, es erst einmal diese Grundvoraussetzung zu schaffen, bevor überhaupt mobil-flexible Arbeitsweisen eingeführt oder im Unternehmen eine breiteren Basis von MitarbeiterInnen zugänglich gemacht werden. Andererseits bietet die Einführung oder Verbreiterung mobil-flexibler Arbeitsweisen im Unternehmen die Möglichkeit, einen guten Deal zu schließen. Dieser Deal lautet: -2Wir führen mobil-flexible Arbeitsweisen ein, wenn alle bereit sind, einen elektronischen Kalender zu führen.p””“ Und außerdem: “…wenn alle ihre Kalender dann auch öffnen und teilen.”

Fühlen sie sich jetzt irgendwie ausgegrenzt, wenn die Nutzung und das Teilen elektronischer Kalender kein Standard ist in ihrem Unternehmen? Kein Sorge: Ihr Unternehmen bewegt sich noch in einer Art von Mainstream. Im Rahmen meiner Feldstudien finde ich in drei bis vier von zehn Unternehmen regelmäßig diese Situation vor. Der Mainstream wird jedoch langsam immer mehr zur Nische; aber das dauert noch.

Damit hätten wir das Thema “Teilen” geklärt und den ggf. notwendigen Schritt davor (überhaupt Kalender zu führen) diskutiert. Was hat es jetzt mit dem Thema “Herrschen” auf sich? Diesem Punkt widme ich meinen nächsten Beitrag. Hier wird es darum gehen, welche Best Practices sich identifizieren lassen in Bezug auf die inhaltliche Führung von Kalendern und auf Spielregeln im Umgang mit Kalender im Zusammenhang mit mobil-flexiblen Arbeitsweisen. Hier gibt es viele Learning, Fettnäpfchen und wirklich smarte Vorgehensweisen. Was das mit “Herrschen” zu tun hat? Warten sie ab.

Mehr Information zu neuen innovativen Arbeitsformen und Unternehmen der nächsten Generation:

http://nextgenerationenterprise.institute/

https://newworldofwork.wordpress.com/

 

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