New World of work, Transformation

Arbeit als Bezeichnug eines Ortes verliert an Bedeutung

Aus meiner Kolumne im Report:

Viele Unternehmen stecken bei dem Begriff „Arbeit“ in der alten Welt fest. enterprise-cloud-driveEs gibt immer noch eine Arbeitsplatzbeschreibung, klare Definition was alles an einem Arbeitsplatz in einem Unternehmen vorhanden sein soll. Aber die Unabhängigkeit der Mitarbeiter bei der Wahl des Arbeitsortes steigt immer mehr an. Das Smartphone und somit ein Teil des Büros sind immer dabei und werden natürlich auch arbeitsortunabhängig verwendet. Der Job erfordert es auch immer mehr orts- und zeitunabhängiger zu agieren. Daher wollen die Mitarbeiter, die vom Job und Unternehmen geforderte Flexibilität auch für sich selbst mehr nutzen. Unsere Umfragen zeigen, dass Mitarbeiter immer öfter bereit sind, eine Gehaltserhöhung für mobiles Arbeiten einzutauschen.Mobiles Arbeiten kann aber nicht einfach so für alle ermöglicht werden, es geht darum die entsprechenden Workstyles im Unternehmen zu finden und es für die mobilen Arbeitstypen zu ermöglichen. Hier ist immer grosse Skepsis anzutreffen. Die Befürchtung ist, dass ab sofort alle mobil arbeiten wollen. In den Projekten hat sich gezeigt, dass dies nicht eintritt wenn es der Job nicht ermöglicht. So wird zum Beispiel kein Portier mobil arbeiten wollen, aber andere Funktionen vielleicht schon und für diese wäre ein bisschen mehr Flexibilität sehr hilfreich. Für die ausgewählten Gruppen muss man die Arbeitsplatzbeschreibung überdenken, wäre dort ein leistungsstärkerer Laptop nicht besser eingesetzt als der ergonomische Bürosessel. Benötigen wirklich alle Telefonapparate. Neben den Workstyles geht es immer mehr um Flexibilität, in der Infrastrukturaustattung aber auch im Bürodesign.

Und hier kann die Wolke helfen. Durch die Informations- und Kommunikationstechnologie kann man sehr schnell „Büros“ aus der Cloud gestalten, da kann der Laptop sehr schnell zum virtuellen Meetingraum, internationale Diskussionen geführt oder gemeinsame Entwürfe gezeichnet werden. Und all das vom Küchentisch aus, der zuhause steht.

Da Arbeit nun kein Ort mehr sein muss, verändern sich Büros und Zusammenarbeit. Gerade hier ist es wichtig, bewusst ein physisches Minimum in Unternehmen zu schaffen, um Raum für persönliche Interaktion zu geben. Ein wöchentliches Jour fixe, bei dem sich alle einfinden. Ein gemeinsames Mittagessen jeden Donnerstag. Ein Tag pro Woche, an dem alle im Büro sind. Wofür auch immer Sie sich entscheiden, wichtig ist, dass es zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt. Denn auch in unserer digitalisierten Welt in der Arbeiten überall und jederzeit möglich ist, ist die physische Zusammenarbeit von Menschen ein erfolgskritischer Faktor, der nicht wegzudenken ist.

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